Studierendenwohnheim Spengelhof München

BauherrEvangelische Waisenhausverein
StatusFertiggestellt
BGF5568 m²
MaßnahmeNeubau in Holzbauweise, 127 Appartments
Wettbewerb 1. Platz 2016
Perspektive Beachvolleyballplatz
Außenperspektive
Holzfassadendetail
Lageplan
Appartment
Eingangsbereich
Waschcafe
Waschcafe
Baustelle

Der Neubau Studentenwohnheim Spengelhof, unser Wettbewerbsgewinn aus dem Jahr 2016, arrondiert die bestehende Wohnanlage durch einen L-förmigen Baukörper und bildet so einen Wohnhof. Konstruiert ist es als Holzbau auf einem massiven mineralischen Sockel, der gegenüber den Obergeschossen zurückgesetzt und mit breiten Durchgängen versehen ist, um Haus und Innenhof zur Umgebung zu öffnen. Zu den benachbarten Einfamilienhäusern erhebt sich das Gebäude über nur 3 Geschosse, damit das Gebäude hier nicht höher als die Firste der benachbarten Einfamilienhäuser ist. Der andere Schenkel des Baukörpers ist ein Geschoss höher.

Das Haus ist vorwiegend dunkel gestrichen. Hinter riesigen Bäumen entlang der Straßen tritt es kaum in Erscheinung.  Den Rhythmus ergeben einzelne farbig behandelte Bretter gemeinsam mit den Fenstern. Das Studentenwohnheim beherbergt 127 Apartments, drei davon barrierefrei und uneingeschränkt rollstuhlgerecht sowie zwei als Familienapartments. Studentisches Leben ist eng mit Kommunikation und sozialem Kontakt verknüpft. 
Für die vielen ausländischen Studenten sind Orte des Austauschs besonders wichtig.

Daher haben wir ein Gebäude entworfen, dessen Atmosphäre von Offenheit, Transparenz und Fröhlichkeit geprägt ist und dazu einlädt, sich zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Gleich beim Eingang findet man deshalb auch das „Waschcafé“, also die Waschküche, die wir mit der Café-Theke kombiniert haben. Nachhaltig ist das Gebäude nicht nur als Holzbau, sondern weil wir es so konstruiert haben, dass später auch mit geringem Aufwand eine andere Raumstruktur und damit eine andere Nutzung, wie Wohnraum für Senioren oder eine Büronutzung, realisierbar wäre. 

Fotos: Florian Holzherr (Fertigstellung), Ulrike Myrzik (Baustelle)