2. Preis

Unser Beitrag für den Gutachterwettbewerb für die Gestaltung der Nordfassade des Neubaus Verwaltungsgebäude der Stadt Erding: Das Erdinger Stadtbild wird von Putzfassaden geprägt. Meist gliedern Putzbänder und Putzprofile die Oberflächen, Faschen umrahmen die Fenster. Einige Gebäude besitzen besondere Schmuckformen und Bauornamente, auch diese sind in der Regel aus Putzen gefertigt. Zusätzlich gliedern oft Erker die Platzfassaden. Bauten aus unterschiedlichen Epochen halten sich an diesen „Konsens“ und interpretieren ihn auf je eigene Weise neu. Wir haben uns die Aufgabe gestellt, uns ebenfalls auf den genannten „Konsens“ einzulassen und die zeitgemässe Formulierung einer Putzfassade zu entwickeln.
Zentrale Fragen waren dabei die Gliederung der Fassade, die Ausbildung der Fenster, der „Sinn“ eines Erkers in der Fassade, oder auch die Anwendung von Schmuckformen in den Oberflächen.
Die vorgefundenen Elemente einfach zu wiederholen erschien uns banal. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt die bestehende Elementik zu transformieren. Transformationen Das neue Gebäude wird Bereiche der Stadtverwaltung beherbergen. Wir hatten deshalb die Idee ein Putzmuster zu entwickeln, das sich aus dem Stadtwappen herleitet. Mittels Putzschablonen wird dieses Muster auf den Grundputz aufgebracht. Nach Auftrag des Oberputzes wird die Schablone entfernt und die dargestellte Putzstruktur entsteht.
Die unterschiedlichen Putzfelder formulieren die Sockelzone, den Eingangsbereich sowie die verschiedenen Nutzungen. Die Fenster schlagen wir als räumliche Elemente vor um der Fassade Plastizität zu geben. Lüftungsflügel und Festverglasung stehen in der Laibung stumpfwinklig zueinander. Laibung und Rahmen erhalten eine Bekleidung aus eloxiertem Aluminium. Eines der Fenster hebt sich von den anderen ab. Es ist deutlich grösser und tritt aus der Fassadenebene hervor. Es ähnelt dadurch einem Erker und markiert die besondere Funktion des dahinter liegenden Trausaal im Stadtbild.