Unsere städtebauliche Idee beim Entwurf der Mensa in Landshut ist die Verdichtung der Zugangsituation zum Campus der Hochschule durch folgende Elemente:
- Vorplatz mit Baumschirm
- Vom Wasser begleiteter Strassenraum
- ein weiterer kleiner Platz zwischen Bibliothek und Mensa
- Öffnung zum zentralen Campus
- Einbindung und Ergänzung der vorhandenen städtebaulichen Fluchten
Zwischen dem Hörsaalgebäude und der Mensa könnte so ein städtischer Strassenraum entstehen, der -mit einem Baumschirm beginnend- auf dem zentralen Campus mündet. Die neue Mensa übernimmt dabei an der Ostflanke die Bauflucht des zentralen Hörsaalgebäude im Sinne des bestehenden städtebaulichen Wettbewerbsergebnisses. Das geforderte Löschwasserbassin begleitet diese Strasse, nimmt die vorhandene Drehung des Bibliotheksgebäudes auf und stellt dieses damit in einen erweiterten städtebaulichen Kontext. Von diesem Strassenraum aus erreichen die Studenten -genau gegenüber dem Zugang zum neuen Hörsaalgebäude- über eine breite Brücke den Eingang zur Mensa. Zwischen dem bestehenden Bibliotheksgebäude und der neuen Mensa entsteht ein weiterer, etwas intimerer kleiner Platz, wo man sich treffen, einen Café trinken und miteinander ins Gespräch kommen kann. Vor dem eigentlichen Mensagebäude haben wir eine große, nach Süden ausgerichtete Terrasse in Form einer Loggia angeordnet, die als Holzdeck über dem Wasserbassin schwebt. Sie ist vollständig überdacht, so daß im Winter die Sonne in den Speisesaal -auch im Gebäude („solare Gewinne“!)- ausnützen kann und im Sommer im angenehm kühlen Schatten sitzt. Diese Loggia könnte auch ausserhalb der Betriebszeiten ein beliebter Aufenthaltsort werden. Konstruiert wäre die Mensa als Holzmassivbau, mit einem Trägerrost als Dach, der mit Oberlichtern zur zusätzlichen Belichtung des Speiseraumes versehen ist. Die vielfarbige Welt der Studenten spiegelt sich in farbigen Sonnenschutzmarkisen.